CampNaNo #3: Meh.

Da ich am Wochenende unterwegs war, kamen in den letzten Tagen kaum Worte zusammen. 500 über das Wochenende, um genau zu sein, was für mein Wortziel dezent spärlich ist und mein Pölsterchen dahinschmelzen ließ.

Ganz unglücklich war ich allerdings nicht darüber, keine Zeit zum Schreiben zu finden, denn ich bin an einer Stelle angelangt, die ich ätzend schwierig finde. Warum? Darum:

  • Ich finde keine Möglichkeit, das ganze (Zwei Menschen auf der Flucht durch die Wüste) plausibel darzustellen – Hallo, Brett. Nett, dass du da bist, doch gehe bitte von meinem Kopf runter. Danke.
  • Figur A ist schwanger. Und mit Schwangerschaften kenne ich mich nicht aus. (Recherche hin oder her.) Ich glaube, ich stelle es mir dennoch zu einfach vor. Ich muss da mal ein paar Mütter zu konkreten Dingen befragen.
  • Figur B ist von Schuld zerfressen. Nur: Ich finde noch keine richtige Balance zwischen „Jammerlappen“ und „Spock“.
  • Mir fehlen die zündenden Ideen.

Diese Passage umfasst nur ein paar Szenen, ich bin gerade bei den beiden vorletzten. Danach wird es bergauf gehen, da bin ich mir sehr sicher, da der Rest des Plots durchgedacht ist. Während meine beiden Protagonisten gerade durch die Wüste kreuchen, schlurfe ich durch eine geistige Ödnis, eine Passage im Plot, die noch unerforscht und kahl ist.

Heute in der Uni werde ich im Kopf unauffällig ein wenig weiterplotten. Falls ich dann noch immer keinen Zugang finde, werde ich den Part einfach überspringen und mit dem zweiten Akt beginnen. Juhu! Dort darf endlich wieder geblutet und gestorben werden! Außerdem taucht da mein Lieblingscharakter auf, der dem ganzen nochmal eine etwas andere Wendung geben wird.

Doch was Positives

Während der Autofahrten hatte ich genug Zeit, zu plotten und letzte Lücken in dem Plot eines Charakteres und dem Weltenbau zu schließen. Ich glaube, das ist mir ganz gut gelungen! Jawohl!

Geschriebene Wörter bislang: 17018
Seiten: 72
Lieblingsstelle: „Dort, wo sich die Klippen des Meeres mit dem Sand der Ewigen Wüste verbanden und gleich dem Rückgrat eines riesigen Geschöpfes hoch aus den Dünen empor stiegen, hatte die Natur einen natürlichen Wall geformt, der unüberwindbar schien.“ Weil: Isso.
Blödster Wortfehler: Gab es gar nicht. (Glaube ich.) Bin empört.
Das klappte gut: Äh. Naja… oh! Die Überschriften habe ich ganz toll gewählt! (Der Name des jeweiligen POV-Charakters.)
Das nicht: Alles andere. Mimimi. Mal gucken, wie viele Szenen ich überhaupt behalten kann.

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13 Kommentare

  1. Scheinbar hat jeder so einen Punkt. Das wird! Ein Wort nach dem anderen *umärmel* Wenn es gar nicht geht, mach vielleicht wirklich am nächsten Teil weiter. Und wenn du Hilfe wg. Schwangerschaft brauchst, können wir uns gerne mal im Chat treffen.

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  2. Klingt eigentlich sehr positiv! :)
    Das Gefühl kenn ich auch. Manche Sachen verlangt die Geschichte, aber das Wie findet und findet sich einfach nicht. Arrgs. Vielleicht ist überspringen und später schreiben doch ne gute Idee? Sonst verlierst du am Ende den Flow und erntest dafür Frust, weil die Szene(n) nicht wollen…

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      1. Das mach ich auch so, schön der Reihe nach, auch wenn manche Szenen eine Qual sind und ich viel lieber die coolen Sachen mal schreiben würde. *seufz*

        Hach, du machst mich neugierig. Musst hinterher aber auch dran denken, signierte Bücher zu verschicken! ;)

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  3. Viele Blogger vielen zur Zeit recht ausführliche Schwangerschaftstagebücher mit ihren persönlichen Erfahrungen, Leiden und Freuden… Vielleicht hilft dir das Stöbern dabei etwas, die Schwangerschaft deiner Protagonistin etwas realistischer darzustellen.

    Mit dem Schreiben komm ich grad uach nicht voran. Zu viel Real Life…

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  4. Hm… ich hätte schwören können, ich habe hier schon kommentiert. Ich erinnere mich deutlich an den Schwangerschaftspost. Sehr merkwürdig.
    Egal.
    Zum Thema: Schwangerschaft. Das Schöne daran ist, dass jede anders sein kann. Klar, man bekommt einen dicken Bauch (jedenfalls die Meisten) und man hat merkwürdige Gefühlsausbrüche (erinner mich nicht daran!) oder ganz seltsame Gelüste (nie wieder haben Erdbeeren und Paprika mit Buttermilch so gut geschmeckt!), aber im Grunde genommen kannst Du davon ausgehen, dass jede besonders und einzigartig ist. Dein Chara muss dauermüde sein? Kein Problem, passt. Hungrig? Kein Problem, passt. Sogar überaktiv und keinen Appetitt passt. Alles ist möglich. Das ist das Schöne an den verrückten Hormonen.

    Ich hatte übrigens auch mal so eine Szene vor der ich mich gegruselt habe. Ich wußte, sie war wichtig, aber ich hatte das Gefühl, ich bin nicht gut genug als Autorin dafür. Ergebenis war, dass ich tagelang immer so 200-300 Wörter geschrieben habe, nur um mich dann zusammen zu reißen und die Szene zu schreiben. Die 200-300 Wörter sind inzwischen gelöscht (weil sie Schrott waren), aber die eigentlich Szene ist so genial geworden!
    Trau Dir mehr zu!
    Und wenn Du die Szene ätzend findest, wie sollen denn Deine Leser sie dann finden?
    Ist die Szene ätzend, ändere sie!

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