CampNaNo #2: Der Tag, der 100 Seiten währte

CampNaNo? Läuft, würde ich sagen.

Derzeit stehe ich bei fast 12k Wörtern und genau 50 Seiten. Obwohl ich mich nicht allzu gut in die Szenen der letzten drei Tage einfühlen konnte, hat das Schreiben an sich recht problemlos funktioniert – gut, ich werde vermutlich einiges rauskürzen müssen, da ich mich von den Charakteren habe lenken lassen, doch das Kürzen ist ohnehin zu einem guten Bekannten von mir geworden und ist denke ich auch ein Stück weit normal. Allerdings ist mir bei der schnellen Durchsicht des Manuskriptes eines aufgefallen: Die ersten über 100 Seiten spielen an ein und demselben Tag.

Dort enthalten sind immerhin vier POV-Charaktere und verschiedene Settings, es passiert innerhalb dieses einen Tages so unglaublich viel auf engstem Raum sowohl an den Orten an sich, als auch in den Charakteren selbst.

  • Ein Terroranschlag erschüttert die Stadt
  • Eine Kettenreaktion wird freigesetzt, in dessen Folge die Magie meines Protas auffliegt und sein bester Freund stirbt
  • Er muss flüchten (Der Prota. Nicht die Leiche. Obwohl… >:) )
  • Ein verrückter Wissenschaftler freut sich über die Entdeckung seines Lebens! (Literally.) Die natürlich eng mit den anderen Ereignissen verknüpft wird
  • Ein perfider Plan, das Kaiserreich zu stürzen, wird eingeleitet
  • … und von einer dritten Partei unschuldig pfeifend sabotiert
  • Und irgendwo fällt ein Sack Reis um

Insofern halte ich diese Länge für durchaus berechtigt! Die Frage ist nur, ob ich in den nachfolgenden Kapiteln die Balance finden oder vom eigenen (Nicht-)Tempo ins Straucheln kommen werde. Nach Beenden dieses Aktes in ungefähr 15-20 Seiten wird ein Zeitsprung erfolgen und die späteren Kapitel eine längere Zeitperiode thematisieren. „Länger“ ist hierbei natürlich relativ: Ich spreche von Wochen und Monaten, keinen Jahren oder gar Generationen!

Beim NaNo versuche ich generell, die Gedanken auszublenden und mich an den Plot zu halten. Sonst laufe ich Gefahr, mich zu verzetteln, was mir beim NaNo im November ein wenig das Genick angebrochen hat. Und glaubt mir: Mit verstauchtem Genick schreibt es sich nur halb so nett!

Jetzt stehe ich also bei knapp 12k, hoffe, heute die 15k knacken zu können und freue mich un-glaub-lich auf eine Schlüsselszenen meines Hauptcharakters, die ich wahrscheinlich heute noch angehen kann! Yay!

Ächz.

Und bei euch so?

Geschriebene Wörter bislang: 11864
Seiten: 50
Lieblingsstelle: „Draußen hielt Tomash das Glas in den Sonnenschein und betrachtete zufrieden die abgetrennte Nase, die in der klaren Flüssigkeit schwamm. Sie war genau so, wie er sie in Erinnerung hatte und sogar noch viel schöner, jetzt, wo das hässliche Gesicht Yjueliesras nicht mehr daran klebte.
Fröhlich pfeifend steckte er das Glas in seine Tasche und machte sich auf den Weg zurück in die Herberge.“ Weil: Dieser Prota ist ein Herzchen!
Blödster Wortfehler:“ Aus den undefinierbaren Rufen wurden Silben, Worte und schließlich ganze Worte.“ – No Shit!
Das klappte gut: Die Einführung des vierten und vorletzten POV-Charakters
Das nicht: Ich kam nicht wirklich in die Texte rein.

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14 Kommentare

  1. So ein Tag kann durchaus wichtig sein.
    Du sagst ja selbst, dass du ohnehin zu den Autoren gehörst, die dazu neigen, hinterher viel zu kürzen. Also wer weiß, wie viele Seiten von den 100 am Ende noch stehen <3.
    Nicht entmutigen lassen!
    Und das mit der Nase ist ja… *hust* goldig :D

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  2. Also der Story-Arc rund um den Sack Reis würde mich jetzt doch interessieren. Wieso ist er umgefallen? Hat das was mit dem Terroranschlag zu tun? Oder war es ein magischer Reissack, dessen Reiskörner ungeahnte Kräfte verleihen können? Hat die ominöse dritte Partei vielleicht versucht, sich den magischen Sack zu krallen? Gab es einen Kampf zwischen den Bösen und Guten? Ist der Sack deshalb umgefallen? Gab es Tote? Verletzte?
    Oder war es gar ein Zufall? :O

    Hm, bei näherer Betrachtung sollte ich vielleicht meine nächste Kurzgeschichte mal einem Reissack widmen … das würde sicher gut in meine Aaron-Serie passen …

    Aber ganz abgesehen davon: Freut mich, dass das Camp bei dir so gut läuft! :-)

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    1. Lieber Herr Flocke, dem war nämlich so:
      Während einer rasanten Verfolgungsjagd in im fiktiven Fantasyland Chani, bei dem Godzilla ein mutiertes Riesengänseblümchen jagte, kam es zu einer Massenkarambolage in einem Kindergarten, bei dem viele Kinder während einer Polonaise ineinander gekracht sind und schwere Traumata erlitten, wobei eines der Kinder der Sohn des Kaisers des Landes meines Protas ist. Zack, ward dieser grauenhaft schockiert, floh in Windeseile gen Sohn und stieß dabei den Sack Reis um.
      So war das!

      Reissack-KG klingt hervorragend! <3

      Gefällt 3 Personen

  3. Also das mit der Nase… das war jetzt wirklich… ja.

    Ansonsten läuft das doch echt gut mit dem CampNaNo (ich mache nicht mit. Scheiß Masterarbeit -.- ). Dass so viel an einem Tag passiert bzw dass dies so viele Seiten umfasst, finde ich gar nicht schlimm. Das ist schließlich die Krise, die deine Geschichte einleitet und deine Charaktere einführt. Solange es sich am Ende gut lesen lässt, ist mir als Leser das vollkommen egal, ob jetzt gerade ein Tag oder eine Woche vergangen ist. Wer weiß, ob es überhaupt so sehr auffällt? :)

    Einfach weiterschreiben, dann wirst du sehen, wie sich das Tempo entwickelt und was am Ende überarbeitet werden muss.

    Das mit dem Einfühlen kenne ich nur zu gut momentan. Bei mir kommt ständig so ein kitschiger Kram dabei rum (da wollte ich auch eigentlich noch bei deinem vorherigen Beitrag kommmentieren) – Frühlingsgefühle vielleicht? :D Aber ich lass es erstmal drin, das wollte ich dir auch raten, und sehe dannn am Ende, wie gut es ins Gesamtbild passt.

    Gefällt 1 Person

  4. Klingt sehr gut! :)
    Warum sammelt jemand eine Nase? :o Mach mich doch hier nicht so neugierig!

    Ich bin immerhin zu den 9-10k Worten vorgedrungen, insgesamt gerechnet, das CampNaNo mach ich ja mehr inoffiziell mit. Mein Problem ist, dass ich gern drei POV-Charaktere einführen möchte, von denen einer noch kein richtiges Ziel hat, und alle drei sollen bittedankeschön an einem Tag eingeführt werden. Das lässt mich den Bart ordentlich kratzen, weil ich mit dem bisherigen Verlauf etwas unzufrieden bin. Und ich mich schon jetzt frag, wie es weitergehen soll, da die drei zusammen aufbrechen werden. Abwechselnd ein Kapitel zu jedem POV? Einen über einen längeren Zeitraum begleiten? Ach, es ist so viel möglich, wie soll man sich da entscheiden. XD

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    1. Because he can! :D Ne, das werde ich natürlich nicht verraten, nachher verrate ich noch alle Plotpunkte! *g*

      Habe vier POCs an einem Tag, es geht also! Nur das „er hat kein Ziel“ würde mir Sorgen machen. Das sollte sich zumindest bald rauskristallisieren, sonst steht er ein wenig in der Schwebe.

      Die Entscheidung kann ich dir leider nicht abnehmen, aber ich habe es einfach nach Gefühl entschieden, das ich schwierig erklären kann.

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      1. Neeeiiiin! Wie soll ich den die Wartezeit überbrücken? :cry:
        Ja, das Ziel, das ist es eben. Aber ich find die Figur gehört schon dazu. Vielleicht stirbt sie dann einfach? *grübel*

        Ne, ich wollt da eher ein wenig meckern, schreiben und entscheiden muss ich ja selbst. ;)
        Ich probier auch, erst mal einen Weg zu wählen, und wenn das nicht klappt, dann wechsel ich.
        Momentan würde mich aber – besonders, da du ja bereits deutlich weiter mit deinem Manuskript bist – interessieren, ob und wie du plottest.
        Ich hab festgestellt, dass ich ne Idee im Kopf hab, wie die Handlung laufen soll, und dass ich die dann solange verfolge, bis Ende Gelände ist, und dann entdecke ich einfach, was passiert. Ein wenig Struktur wäre sicherlich besser. Wie gehst du denn da vor, wohlwissend, dass dein Ansatz nicht zu mir passen muss. Aber ich fänd das interessant. :)

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  5. Du bist aber immer noch am Anfang Deiner Geschichte? Diese 50 Seiten sind also quasi die Einführung?
    Dann würde ich sagen, hast du alles richtig gemacht. In jedem Ratgeber steht, dass der Anfang den Leser packen und neugierig machen muss. Er muss den Leser dazu bringen, dass er das Buch weder weglegt, um die Katze zu streicheln noch um aufs Klo zu gehen. Wenn ich mir Deine Punkte ansehe, würde ich sagen: Gut gemacht!
    (okay, vielleicht mit Ausnahme des Sack voll Reis :-) )

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